High Roller, Eiffelturm & Stratosphere

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Eiffelturm Las Vegas
Im ersten Moment scheint Las Vegas keine Stadt zu sein, die für großartige Ausblicke auf sich selbst prädestiniert ist: In New York lockt die Skyline von Manhattan, in Los Angeles kennt man den Blick vom Griffith Observatory auf die scheinbar unendlich langen Straßen aus zahlreichen Filmen, in San Diego kann man einen wunderbaren Blick von dem Leuchtturm an Point Loma aus auf die Bucht und Downtown genießen und auch San Francisco bietet sich dank seiner zahlreichen Hügel und insbesondere mit den Zwillingshügeln Twin Peaks geradezu dafür an – doch Las Vegas? Diese unnatürliche Stadt in der flachen Wüste, die nur aus einer künstlichen Ansammlung von Hotels entlang einer viel befahrenen Straße besteht?

Da ist durchaus etwas dran und doch gibt selbstverständlich auch Las Vegas aus der Luft noch einmal ganz anderes Bild ab, das sich insbesondere bei Nacht lohnt. Denn während man am Tag tatsächlich vor allem eben jene Wüste und die nicht sonderlich attraktive Stadt hinter den Hotels erblicken kann, leuchtet nach Anbruch der Dunkelheit die gesamte Umgebung in den schönsten und knalligsten Farben, so dass man auf diesen Ausblick nicht verzichten sollte. Von wo aus aber ist er am schönsten?

Verschiedene Möglichkeiten stehen zu Auswahl. Die einfachste und billigste, weil kostenlose, ist es, einfach abends in einem der Hotels am Strip in eines der oberen Stockwerke zu fahren und dort aus dem Fenster zu blicken. Auch von den Fußgängerbrücken, die den Strip an mehreren Stellen überqueren, erhält man einen recht schönen Blick, wenn auch natürlich keinen echten Aus- und Überblick – für den muss man dann schon ein paar Meter höher fahren und etwas Geld ausgeben.

Die drei sinnvollsten und am häufigsten genutzten Sehenswürdigkeiten dafür heißen: Der High Roller, der Eiffelturm des Paris-Hotels und die Stratosphere.

Ausblick Las Vegas

Der Reihe nach: Bei dem High Roller handelt es sich um ein Riesenrad und eine der neuesten Attraktionen der Stadt. Der High Roller befindet sich hinter dem The Linq Hotel in der Mitte des Strips, die Fahrt mit ihm dauert etwa eine halbe Stunde und kostet stolze 37$ für Erwachsene und Kinder. Das ist nicht ganz preiswert, dafür hat man hier aber natürlich wirklich einen großartigen Rundumblick aus der Kabine, allerdings sollte man sich darauf einstellen, dass es recht voll werden kann, denn bis zu vierzig Personen können in einer Kabine Platz nehmen. Tagsüber ist immer genügend Platz vorhanden, doch nachts kann es gerade an den Wochenenden und in der Hauptsaison schon sehr voll werden. Angesichts der Fahrzeit kommt man aber fast immer auf seine Kosten.

Die kleinere Alternative dazu ist der nicht weit entfernte Eiffelturm („The Eiffel Tower“) am Paris-Hotel, das sich ebenfalls im Zentrum des Strips befindet. Hier gibt es – wie im allerdings doppelt so großen Original – ein sogenanntes Observation Deck, von dem aus man den Strip um sich herum betrachten und fotografieren kann. Erwachsene zahlen hier 16$ und Kinder 14$, allerdings ist der Ausblick nicht ganz so schön wie im High Roller.

Eine wirkliche Alternative ist hingegen die Stratosphere, ein Hotel-Casino-Komplex am Ende des Strips, die aufgrund ihrer unverwechselbaren Form jedem Besucher der Stadt bekannt sein dürfte. Auch hier gibt es ein Observation Deck für 20$ bzw. 10$, das den Vorteil der größeren Höhe mit sich bringt, außerdem kann man den Strip in voller Länge bewundern. Der kleine Nachteil: Aufgrund der Lage der Stratosphere muss man für die Anfahrt ein wenig Zeit einplanen, zu Fuß lässt sie sich kaum erreichen.